Die Palmblattbibliotheken wurden vor etwa 5000 Jahren von den Sapta Rishis, den sieben großen Weisen, gegründet. «Sapta» bedeutet «sieben». Ein Rishi ist ein «Seher», der die Gabe besitzt, hochinspiriertes und absolutes Wissen (Wissen, das jederzeit und universell gültig ist) aus der göttlichen Quelle zu empfangen und es rein und unverfälscht weiterzugeben. Agastya Rishi wird unter anderem in den ältesten vedischen Weisheitsschriften als einer der Sapta Rishis erwähnt. Er ist einer der Begründer und Schreiber der Palmblattbibliotheken in Indien und Bali.
Die Palmblattbibliothek ist ein großes Mysterium, das das heute vorherrschende materielle Weltbild völlig in Frage stellt. Vor Tausenden von Jahren wurden die Seelenreisen vieler heute lebender Menschen auf Palmblättern festgehalten. Die Rishis besaßen die Gabe, in die Zukunft zu blicken und damit das Leben vieler Millionen Menschen vorherzusagen. Darüber hinaus sind die Palmblattbibliotheken ein Gedächtnis und Hüter der ursprünglichen Menschheitsgeschichte, ein Wissen, das der Welt bisher größtenteils nur in verfälschter Form zugänglich ist. Insgesamt gibt es zwölf Palmblattbibliotheken, die über ganz Indien verteilt sind. Auch auf Bali und Sri Lanka gibt es Palmblattbibliotheken.
Bei den Palmblattbibliotheken unterscheidet man zwei Formen: das Nadi Sastra und das Jiva Nadi. Die Nadi Sastra kann man sich wie eine Bücherbibliothek vorstellen. Die Informationen auf den Palmblättern wurden teilweise vor über 4000 Jahren niedergeschrieben und warten darauf, zum richtigen Zeitpunkt an den Empfänger weitergegeben zu werden. Dem Menschen wird sozusagen sein Lebensbuch vorgelesen. Das Jiva Nadi hingegen ist eine direkte Verbindung zur geistigen Welt. Verschiedene Rishis, wie z.B. Agastya Rishi, übermitteln Informationen aus der feinstofflichen Welt direkt an die von ihnen direkt geführten Menschen. Die Botschaften werden je nach aktueller Situation entweder von einem Nadi-Leser empfangen und dann weitergegeben oder die Palmblätter beschreiben sich selbst.